Jesus reitet auf einem Esel in Jerusalem ein. Seine Jünger jubeln ihm begeistert zu. Schon sind die Pharisäer zur Stelle und weisen Jesus zurecht: Die Jünger dürfen das nicht. Es ist Gotteslästerung. Sie haben kein Recht, dem Friedensbringer zuzujubeln, der da auf einem Esel angeritten kommt, weil es nicht zu ihren vorgefertigten Glaubenssätzen passt. Und Jesus? Wie reagiert er darauf?

Jesus antwortete: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“

(Lk 19,40)

Immer schon hat man vernünftige Argumente gefunden, um Krieg, Gewalt und Terror zu rechtfertigen. Man kann schon aus pragmatischen und nachvollziehbaren Gründen auf sie nicht verzichten: Man braucht eine Armee zur Verteidigung des Landes. Auf die Spitze treibt es die NRA, die Waffenlobby in den USA. Nach jedem Anschlag wird sie nicht müde zu sagen: Die Antwort sind nicht weniger, sondern mehr Waffen. Wenn der Ladenbesitzer eine hätte, könnte kein Räuber seinen Laden mehr ausrauben.

Was hat das mit den schreienden Steinen zu tun?

Es ist ein prophetisches Wort, das Jesus hier sagt. Die Steine „werden“ schreien. Das ist ein Hinweis auf die Zukunft. In den nächsten Zeilen wird berichtet, dass Jesus über Jerusalem weint. Die Stadt des Wohnortes Gottes wird zerstört werden durch Krieg und Gewalt. Kein Stein wird auf dem anderen bleiben. Sie werden zum Himmel schreien.

Es hätte eine bessere Lösung gegeben. Jesus hat sie gezeigt, als er auf dem Esel statt einem Streitross in die Stadt einritt. In unsere heutige Zeit übersetzt: Jesus ist mit einem Fiat Panda in die Stadt gefahren, statt in einem Panzer. Das Heil kommt nicht mit Gewalt. Es kommt mit Gewaltlosigkeit. Jesus schlägt eine einfache Lösung unserer Konflikte vor: Miteinander Reden statt übereinander. Einander zuhören, statt weghören.

Das klingt einfach, ist aber sehr schwer. Es erfordert Vertrauen. Man müsste für möglich halten, dass es unter unseren vermeintlichen Feinden Menschen gibt, die nicht nur die „Sprache der Gewalt“ verstehen, wie Friedensnobelpreisträger Barack Obama behauptete. Bis heute sieht man sie nicht. Besonders nicht im christlichen Abendland.

Wie lässt sich verhindern, dass im Jemen, in Syrien und Afghanistan die Steine schreien? Ein erster Schritt wäre, von unseren pragmatischen und vorgefertigten Antworten Abstand zu nehmen. Wir müssten nur einmal selbst eine andere Sprache versuchen. Die Sprache Jesu, die Menschen vom Boden aufrichtet und auf ihre eigenen Füße stellt oder ihnen die Augen öffnet. Wenn wir von ihm das lernen würden, wäre Heilung möglich.

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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