In diesen Tagen sehen wir die gefährliche Seite des Lebens besonders deutlich. Die Nachrichten sind voll von Infektionszahlen, möglichen Überlastungen der Krankenhäuser und Coronatoten. Das kann einen unglücklich machen. Selbst wenn man etwas Schönes erlebt hat, holt einen die Realität wieder ein, wenn man den Fernseher einschaltet. Es stimmt auch: Es lauern überall Gefahren. Unser Leben könnte jederzeit vorbei sein. Nicht nur durch ein kleines unsichtbares Virus, sondern auch durch all die vielen Gefahren, die in den Nachrichten gerade nicht Thema sind.

Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Viel häufiger bleiben wir von einem Unglück verschont, uns der Schicksalsschlag erspart, entkommen wir um Haaresbreite einem Unfall. Wenn wir stärker auf diese Situationen achten, fallen sie uns plötzlich auf und der Vers wird in unserem Leben lebendig:

5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
(Psalm 139,5)

Mit Weihnachten bekommt dieser wunderbare Vers eine ganz neue Bedeutung: Der unsichtbare Gott umgibt uns nicht nur. Wie das Wort Advent sagt - er kommt an in unserem Leben. Nicht als mächtiger „Herr der Heerscharen“, sondern als hilfsbedürftiges Kind, das rundum Pflege braucht. Das Göttliche findet sich nicht in der Stärke. Es findet sich in der Schwäche. Ist es nicht genau das, was wir brauchen? Heilung des Zerbrochenen, Trost im Leid, Hilfe in Not, Stärkung in Zeiten der Schwäche.

Die Adventszeit ist verbunden mit Kerzen und Lichterketten. In dieser dunkelsten Jahreszeit entfalten die Lichter ihre größte Wirkung, ihre erhellende Kraft. Im Sommer kämen sie gar nicht richtig zur Geltung. Die Adventslichter sind ein Symbol für das Wunderbare, das in dieser Nacht passiert. Die Hirten sehen ein Licht, die Sternenforscher einen Stern. Gott offenbart sich nicht in einem König oder Helden, in keinem Präsidenten oder Diktator. Er offenbart sich in einem Baby, das unsere Fürsorge braucht. Es ist das größte Wunder von allen: Gott offenbart sich als der, der uns braucht. Er wäre sich selbst genug, natürlich. Aber er hat sich entschieden, uns zu lieben und auf unsere Antwort der Liebe zu hoffen. Advent stellt die einfache Frage: Werden wir darauf antworten? Dazu braucht es keine Heldentaten, keinen Kraftakt. Es braucht den Glauben an die zerbrechliche Wahrheit, dass Gott sich ins Verletzliche und Schwache hineinbegibt.

Wenn man etwas Gutes in die Adventszeit mitnehmen will, dann dies: Wir sind verletzlich. Unser Leben ist vergänglich. Aber es ist getragen von Gott, der uns von allen Seiten umgibt und seine Hand über uns hält.

Frohe Weihnachten!

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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