Der Prophet Jeremia sagte den Israeliten, sie sollten sich einrichten in der Fremde und nicht auf eine baldige Heimkehr hoffen. Die fremden Sterne werden für lange Zeit ihr neues zu Hause sein.

In einem späteren Kapitel verheißt der Prophet Jeremia die Heimkehr in das von Gott geschenkte Land:

Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.
(Jeremia 31,9)

Die unfreiwillig in die Fremde geführten Menschen leiden. Ihre Welt liegt in Scherben. Das wird aber nicht so bleiben. Es gibt Hoffnung, dass am Ende alles gut für sie ausgehen wird. Gott selbst eröffnet ihnen eine neue Zukunft, wird sie trösten und leiten.

Das ist ein Bild, das die Jahrhunderte überdauert hat, weil es eine Sehnsucht in uns ausspricht. In diesen Monaten erleben viele Menschen, wie die gesellschaftlichen Umstände ihre wirtschaftliche Existenz bedrohen. Kurzarbeit oder gar Entlassung aus dem sicher geglaubten Arbeitsverhältnis machen Angst und rauben die Zukunftsperspektive. Wir wurden nie gefragt, ob wir dieses Leben wirklich wollen. Wir sind hineingeworfen in diese Welt mit ihren Verheißungen und Härten und in diesen Tagen mögen sich manche die Frage stellen: Haben wir ein Recht auf ein gutes und erfülltes Leben? Mit den Worten des Propheten sagt Gott: Ja! Immer schon war die Hoffnung in uns, es möge eine Stimme geben, die unsere Sehnsucht nach Heil und Frieden beantwortet, und dieser Vers sagt: Es gibt diese Macht über uns, die uns trösten und leiten will. Es gibt diesen Gott, der auf diese unbewusste Frage in uns antwortet: „Ja, ich habe dich gemeint und in dieser Welt gewollt.“

Wir sind vielleicht nicht weggeführt worden, unser Leben unter einem fremden Sternenhimmel zu leben. Dennoch fühlt sich das Leben manchmal fremd an wie ein zu enges Kleidungsstück. Der Glaube des Jeremia spricht uns zu, dass es Weite und Fülle für uns gibt. Es reicht aus, den Blick zu heben und wir werden die Güte Gottes sehen. Wir sind von Gott gemeint und gewollt. Als Menschen, die entstanden sind als Antwort auf die Sehnsucht Gottes selbst nach Subjekten, die er lieben könnte. Ein wunderbarer Gedanke in der dunklen Jahreszeit: Heben wir den Blick, leuchtet SEIN Antlitz über uns auf.

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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