Handtuch, Strand, Picknick, Picknick Tisch, River Beach
Ich gehe gerne in die Therme. Ich mag das warme Wasser. Es kann gar nicht heiß genug sein. Obendrein tut es meiner Haut gut. Eine Sache aber nervt mich gewaltig. Jedes Mal. Wenn ich reinkomme, sehe ich sie schon: Die Handtücher. In deutscher Akkuratheit über jedem verfügbaren Liegestuhl faltenlos ausgebreitet in allen Größen und Farben. Alle Liegestühle sind besetzt, aber niemand liegt drauf. Es ist paradox: Man findet keinen Platz, obwohl genügend Platz da ist.

Das hat mehr mit folgendem Bibelvers zu tun, als man auf den ersten Blick denkt:

Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.

1. Petrusbrief 4,10

Die Gemeinde, an die der Autor des 1. Petrusbriefes schreibt, ist in einer heiklen Situation. Sie wird angefeindet, weil sich ihre Mitglieder aus der Gesellschaft zurückziehen. Sie machen nicht mehr bei den großen Festen mit, beteiligen sich nicht an den üblichen Opfern, verweigern der Obrigkeit ihren Respekt. Das ist nicht ungefährlich.

Nun könnte die Empfehlung sein: Sichert euch ab. Igelt euch ein. Seht zu, dass ihr euch unangreifbar macht. Oder in unserem Bild gesprochen: Sichert euren Platz, bevor ein anderer ihn euch wegnimmt. Das ist jedenfalls die Reaktion, die uns nahe liegt.

Erstaunlicherweise empfiehlt der Autor das genaue Gegenteil: Seid solidarisch und hilfsbereit. Dient einander mit euren Gaben. Im Bild gesprochen: Anstatt euren Platz auf den Liegestühlen zu sichern, vertraut darauf, dass genügend Platz da sein wird, wenn ihr ihn braucht.

Daran können wir uns in diesen Tagen ein Beispiel nehmen: Egoismus verschärft die Krise nur. Einzelne Menschen horten Toilettenpapier und Konserven für Monate. Alle anderen gehen leer aus. Würde jeder so viel kaufen wie immer, würde es für alle reichen.

Genau das hat der Autor unseres Briefes verstanden: Die Gnade Gottes ist vielfältig und wir haben sie empfangen. Sie ist dazu da, ausgeteilt zu werden. Jeder soll seinen Platz bekommen in dieser Welt.

Diese Botschaft ist Ostern: Aus Verzweiflung wird Hoffnung, aus Angst wird Mut, aus Schande wird Herrlichkeit. Und schließlich: Aus Tod wird neues Leben. Das ist es, was Gott für uns will.

Der Autor erinnert seine Leser an die Fülle des Glaubens, damit sie von den Bedrohungen und zerstörerischen Kräften ihrer Umgebung nicht verschlungen werden. Lassen wir uns diesen Eindruck von Ostern nicht zu schnell rauben und halten fest, worauf es ankommt: Solidarität, Hoffnung und Mut, damit jeder einen Platz hat auf dieser Welt.

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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