Gott ist treu.

1. Korinther 1,9

Wenn wir das Wort „Treue“ hören, denken wir meist „Verlässlichkeit“ mit. Auf Gott kann man sich verlassen. Wenn man in einer Krise steckt, ist Gott da und tröstet. In schweren Stunden wenden wir uns an ihn, damit er uns Kraft gibt. Dann preisen wir ihn als treu, denn er hat zu uns gehalten.

Manche bekommen aber auch Bauchschmerzen, wenn sie diese Verse lesen. Sie haben sich in ihrer Not auch an Gott gewandt, aber er hat nicht geantwortet. Eine Frau erzählt: „Wenn ich wieder in der dunklen Jahreszeit in Depressionen verfalle, wende ich mich an Gott. Aber ich habe das Gefühl, das Gebet reicht nur bis zur Decke. Gott schweigt sich aus und ich bin ganz allein.“

Was soll man dieser Frau antworten? Dass ihr Empfinden nicht stimmt oder sie nicht fest genug glaubt? Es ist ein sehr zerbrechlicher Glaube, wenn er allein darauf baut, dass Gott uns vor Katastrophen bewahrt. Jeder wird die bittere Erfahrung machen müssen, dass wir beten und Gott das Unglück nicht verhindert.

Schaut man sich das Leben des Paulus an, der diesen Satz sagt, wundert man sich. Er hat im wahrsten Sinne des Wortes viel Prügel in seinem Leben einstecken müssen. Trotzdem behauptet er, Gott sei treu. Warum?

Paulus hat nicht deutsch gesprochen, sondern griechisch. Während wir mit dem Wort Treue Verlässlichkeit, Dauerhaftigkeit und Beständigkeit verbinden, bedeutet dieses Wort im Griechischen auch Glaube oder Vertrauen. Gott ist also nicht nur treu im Sinne von zuverlässig, sondern er ist der Gott, an den wir glauben und dem wir vertrauen. So kann man vielleicht ehrlich sagen: „Meine Gebete reichen nur bis zur Decke und ich spüre die Nähe Gottes nicht mehr.“ Aber man kann ergänzen: „Trotzdem halte ich im Glauben an ihm fest. Ich vertraue darauf, dass er trotzdem da ist.“

Das ist natürlich eine sehr persönliche Aussage, die nur jeder für sich selbst treffen kann. Aber wie finde ich zu so einem Vertrauen? Paulus gibt den entscheidenden Hinweis in der Fortsetzung dieses Verses aus dem 1. Korintherbrief. Da gibt es einen Menschen, der sein Vertrauen auf Gedeih und Verderb auf Gott gesetzt hat. Er hat in so radikaler Weise aus Gottes Kraft und in seiner Gegenwart gelebt, dass er dafür sogar den Tod in Kauf genommen hat. Selbst der Tod, so würde er wohl sagen, kann nicht schlimmer sein, als diesen Raum der Liebe und Nähe Gottes zu verlassen. Selbst im Tod kann man sich ihm anvertrauen. Gerade in dieser dunkelsten Stunde seines Lebens hat sich Gottes Treue gezeigt. Das Kreuz ist nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Großem. Auch für uns.

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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