Einmal nicht aufgepasst, ein Knall, ein heftiger Schlag – und schon ist der Autounfall passiert. Das Auto Schrott, die Insassen nicht. Noch einmal Glück gehabt. Es hätte auch anders ausgehen können. Man wird ganz nahe herangeführt an die Frage, was für unser Leben wichtig ist. Genau diese Frage stellt Jesus:

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?

Matthäus 16,26

In dieser Frage stecken gleich drei Konjunktive. Das ist die Möglichkeitsform. Es ist möglich, die ganze Welt zu gewinnen. Es ist aber auch möglich, dabei Schaden zu nehmen und was bringt der Gewinn dann ein?

Die Welt steht hier für das Äußerliche und Anfassbare. Der Gewinn, die Karriere, die Zustimmung anderer Menschen. Unsere Gesellschaft verspricht Erfüllung und Lebensglück, wenn man danach strebt. Sie gibt sogar eine Hilfe, wie man das messen kann. Mit Geld. Je mehr Geld, desto glücklicher. Alles ist käuflich, sogar Länder. Der US-Präsident wollte von Dänemark wissen, wie viel Grönland kostet.

Alles hat heute einen Preis. Aber welchen Wert hat es? Wenn das Äußerliche das vollendete Lebensglück verspricht, wie sieht es mit dem Inneren aus? Wird alles veräußerlicht, verliert es seine Bestimmung und bleibt leer.

Es gibt Leute, die sich eine Eigentumswohnung in der Innenstadt von Frankfurt als Geldanlage kaufen. Sie haben nicht vor, da einzuziehen. Die Wohnung bleibt leer und ohne Leben, wofür sie eigentlich gedacht ist.

Es gibt Leute, die kaufen Kunst, um sie einzulagern in der Hoffnung, dass der Preis steigt. Das Kunstwerk bleibt unbeachtet und unbetrachtet, wofür es eigentlich gedacht ist.

Ähnlich geht es vielen Menschen. Sie können ihrer Bestimmung nicht folgen, weil sie gemäß den Vorgaben der Gesellschaft alle Kraft auf das Äußerliche verwenden. Manche aus Zwang, weil sie sich das Leben schlicht nicht leisten können.

Die Frage von Jesus stellt uns in Frage: Wofür leben wir? Wovon leben wir? Jesus würde antworten: Vom Vertrauen darauf, dass wir liebende und geliebte Menschen sind.

Heute könnte eine Antwort lauten: Unsere Seele lebt davon, dass wir den Dingen keine Preise mehr anheften. Geben wir ihnen ihren Wert zurück. So gewinnen sie wieder Tiefe und Bedeutung und wir lernen hinter das Äußere, also hinter die Kulissen zu schauen. Das könnte ein viel größerer Gewinn sein als alles Geld der Welt.

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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