Der Bogen in den Wolken

Die Sintflut: Eine merkwürdige Geschichte voller Fragen, aber mit einem erstaunlichen Ergebnis:

Gott spricht: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.

Gen 9,13

Gott hört und sieht alles!“ Mit diesem Satz kann man einem echt Angst machen. Gott kann einem echt Angst machen. Oder präziser: Ein bestimmtes Bild von Gott. In der Antike hat man Götter verehrt wie Ares, den Gott des Krieges, der mit Schild, Helm und Speer bewaffnet seine Gegner niederstreckt. In der römischen wie griechischen Mythologie fahren sie auf den Streitwagen und sind bewaffnet mit Bogen und Schwert. Zeichen der Macht und Gewalt. Zeichen ihrer Überlegenheit. Vor ihnen hat man sich wie vor Königen zu beugen und zu fürchten. Dieses alte Götterbild ist der Ausgangspunkt der Sintflutgeschichte: Paß auf, daß du alles richtig machst, sonst spülen sintflutartige Wassermassen auch dich hinfort. Es ist der Anfang – aber nicht ihr Ende. Am Ende steht unser Vers aus dem 1. Buch Mose: Gott legt das Zeichen des Krieges, den Streitbogen nicht auf Menschen an, um sie mit Pfeilen niederzuzwingen in seine Gefolgschaft. Er deutet ihn um und setzt ihn in die Wolken als buntes Zeichen der Versöhnung und Zuwendung. Aus einem Gott der Angst wird ein Gott des Bundes zwischen ihm und den Menschen. Zu dieser erstaunlichen Erkenntnis sind die Menschen gekommen inmitten einer angstmachenden Götterwelt. Der Name Gottes lautet JHWH, oder auf deutsch: „Ich bin für dich da.“ Gott schenkt uns das Leben, nicht damit wir in ständiger Angst und Selbstzweifeln über diese Erde irren, immer in der Gefahr in einem unbarmherzigen Strudel des Lebens hinabgezogen zu werden in die die Tiefe. Wir sollen erhobenen Hauptes und mit geradem Rücken unseren Weg gehen. Der Bogen am Himmel soll das ständige Erinnungszeichen sein für Gott mit uns.

Dieses positive Bild von Gott greift Jesus auf, wenn er in der Bergpredigt sagt: „ Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?“ Jesus will damit sagen, daß unser Leben in den Händen Gottes steht, der es gut mit uns meint. Wir sind nicht einem zufälligen Schicksal ausgeliefert, das uns hineingeworfen hat in diese Welt und im nächsten Moment wieder über uns hinweggeht, als hätte es uns nie gegeben. Der Bogen am Himmel ist das Zeichen der Fülle des Lebens. Er soll auch über deinem Leben stehen und dir den Reichtum des Lebens offenbaren in diesem neuen Jahr 2019.

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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